Übersicht:
|
||
| Das Hubble-Teleskop | ||
|
Im Frühjahr 1990 wurde das Hubble-Weltraum-Teleskop, ein Projekt der NASA und der ESA, vom Space Shuttle Atlantis auf eine Erdumlaufbahn in ca. 500 km Höhe gebracht. Ohne die störenden Erdatmosphäre sind genauere Beobachtungen möglich, so dass auch extrem lichtschwache Objekte ausgemacht werden können. Es kann 50mal schwächere Objekte (scheinbare Helligkeit) beobachten als die größten Teleskope auf der Erde. Die wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch das Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore, für Europa ist es die Space Telescope European Coordinating Facility (ST-ECF) in Garching bei München. AufbauDas Telescope setzt sich aus drei Komponeten zusammen: Dem eigentlichen Teleskop, dem Betriebsystem (Energieversorgung, Datenübertragung, Steuerung) und den wissenschaftlichen Instrumenten:
|
![]() |
|
| Die NEAR-Sonde | ||
Am 16.Februar 1996 wurde die erste Sonde zur Erforschung
eines Asteroiden gestartet.
Ihr Ziel, den Kleinplaneten Eros, erreichte die Sonde NEAR (von
Near Earth Asteroid Rendezvous) nach einer Reise von ca.
2 Mrd. km am 10. Januar 1999. Nachdem die Sonde ca. 1 Jahr
lang die Oberfläche und soweit wie möglich auch das Innere des Planetoiden
untersucht hatte, setzte sie Anfang Februar 2000 zur Landung
auf Eros an . NEAR ist die erste Sonde, die im Rahmen des Discovery-Programms
für billige Raumfahrzeuge entwickelt wurde. Ihre Baukosten liegen
bei nur 110 Mio. US $. An Bord der NEAR-Sonde befinden sich u. a.
folgende Geräte:
Der Planetoid ErosDer Asteroid wurde im Jahr 1898 von dem Astronomen G. Witt entdeckt und ist der erstentdeckte Planetoid, dessen sehr elliptische Bahn teilweise innerhalb der von Mars verläuft. Er bewegt sich in ca. 642 Tagen einmal um die Sonne und besitzt den Umfang 15 x 15 x 40 km. Eros dreht sich in 5 Stunden einmal um die eigene Achse und strahlt 17% des Sonnenlichts zurück. Exkurs: AsteroidenSynonyme: Planetoiden, Kleine Planeten, Asteroiden kleine planetenartige Körper, die in der Mehrzahl in der Region zwischen Mars- und Jupiterbahn die Sonne umkreisen. Die Forscher kennen höchstens 5 % dieser Objekte, so daß bis jetzt 7000 Planetoiden mit gesicherten Bahnen bekannt sind. Die meisten Planetoiden haben wenige km Durchmesser, nur einige über 100 km. |
||
| Die erste Sonde - Der Sputnik-1 | ||
|
"Ich glaube, daß diese Nation sich das Ziel setzen sollte, bevor dieses Jahrzehnt zu Ende geht, einen Menschen auf dem Mond zu landen und ihn sicher wieder zur Erde zurückzubringen. Kein anderes Projekt der Raumfahrt in unserer Zeit wird für die Menschheit eindrucksvoller und für die langfristige Erforschung des Weltraums bedeutender und keines wird schwieriger zu erfüllen sein... Aber in einem tieferen Sinn wird es auch nicht nur ein Mann sein, der zum Mond aufbricht, sondern, wenn wir nur entschlossen sind, die ganze Nation". Der Wettlauf zum Mond und ein Technologiewettlauf, wie ihn die Welt bis dahin und danach nicht mehr gesehen hat begann. |
||
| Deep Space I - Mission | ||
|
Die im Oktober 1998 von der NASA gestartete Raumsonde
Deep Space 1 wurde
als erste Sonde mit einer neuen Antriebstechnologie ausgestattet.
Die etwa 450 kg schwere Sonde beschleunigt täglich zwar nur um
24 bis 32 km/h, aber auf einen langen Zeitraum gesehen ergibt
sich eine enorme Geschwindigkeit. Wegen dieser geringen Schubkraft
mußte die Sonde auch mit einer herkömmlichen Delta II Rakete von
der Erde ins All gebracht werden. Für den Antrieb werden mittels
Solarenergie Xenon-Atome mit Elektronen beschossen und die so
erhaltenen Ionen durch eine stark aufgeladene Elektrode mit einer
Geschwindigkeit von ca.100.000 km/h nach außen geschleudert. Sichtbar
wird der Antrieb durch einen blauen Strahl der ausgestoßenen Ionen.
Das neue Verfahren sei etwa zehnmal effizienter als bisherige
Systeme, wodurch sich in Zukunft eine Menge Gewicht einsparen
lässt und die Startkosten senken wird. Pro Tag verbraucht
der Xenon-Motor nur hundert 100 g des Edelgases, das auch in Blitzgeräten
und Leuchttürmen vorkommt.. Am Ende der Mission wird der Antrieb
die Geschwindigkeit der Sonde um 11.000 km/h geändert haben.
Die zweite neue Technik, mit der Deep Space 1 ihr Ziel erreichen soll, ist die autonome Steuerung, die sich anhand der Position von Sternen und anderen bekannten Objekten im All orientieren soll. Die Sonde beobachtete im Juli 1999 den Asteroiden 1992 KD aus der Nähe und lieferte u.a. Daten über seine Zusammensetzung. Jetzt befindet sich Deep Space 1 auf dem Weg zum Kometen Borrelly, den sie im September 2001 erreichen soll. Kurz nach Beginn der erweiterten Mission musste das Bodenteam damit fertig werden, dass das Navigationssystem ausfiel. Doch das Problem konnte gelöst werden: Die Ingenieure schickten neue Programme zu der weitgereisten Sonde und funktionierten eine Kamera zur neuen Navigationseinheit um. |
||
| Pioneer 10 | ||
| Vor 29 Jahren am 2.März 1972 wurde die Raumsonde Pioneer 10 gestartet und ist zur Zeit mit mehr als 11 Mrd. Kilometern das am weitesten gereiste Objekt, dass von Menschen geschaffen wurde. Pioneer 10 machte als erste Raumsonde Nahaufnahmen vom Jupiter, bevor sie 1983 das Sonnensystem verließ. Offiziell wurde die Mission der Raumsonde 1997 beendet. Jedoch wird der Funkkontakt in regelmäßigen Abständen immer wieder aufgenommen, und die Sonde liefert weiterhin in begrenztem Umfang wissenschaftliche Daten. Um mit ihr in Kontakt zu treten, muss die Sonde zunächst angefunkt werden. Bis zum Empfang eines Signals bei der NASA vergehen bei der derzeitigen Entfernung 21 Stunden und 45 Minuten. Der aktuelle Missionszustand der Sonde ist bei der NASA auf der Internetseite zur Pioneer-Mission zu finden. | ||
| Weitere Missionen und Sonden | ||
|
|
||
| Mission/Sonde | Ziel | Beginn |
| Galileo | Raumsonde zum Jupiter | 18. 10. 1989 |
| Ulysses | Sonde zur Untersuchung des Solarwindes u. des Jupiter | 06. 10. 1990 |
| NEAR | Untersuchung von drei Asteroiden | 17. 02. 1996 |
| Mars Global Surveyor | Orbitersonde zum Mars | 07. 11. 1996 |
| Cassini | Raumsonde zum Saturn | 15. 10. 1997 |
| Lunar Prospector | Orbiter Mission zum Mond | 06. 01. 1998 |
| Stardust | Sonde zum Kometen Wild 2 mit Rückkehr zur Erde | 07. 02. 1999 |
| Genesis | Sonnenwind mit Rückkehr zur Erde | 01. 01. 2001 |
| Mars Surveyor 2001 Orbiter | Orbitersonde zum Mars | 07. 03. 2001 |
| Mars Surveyor 2001 Lander | Lander / Rover Mission zum Mars | 05. 04. 2001 |
| Deep Space - 4 | Lander zum Kometen Tempel 1 mit Rückkehr zur Erde | 12. 04. 2003 |
| Europa Orbiter | Sonde zum Jupitermond Europa | Nov. 2003 |
| Pluto - Kuiper | Vorbeiflug an Pluto u. dem Kuiper Gürtel | Ende 2004 |



Am
4. Oktober 1957 schossen die Russen den der ersten künstlichen
Erdtrabanten in eine elliptische Erdumlaufbahn in 228 km bis 947
km Höhe. Sputnik (zu deutsch "Weggefährte") wog
83,6 kg und hatte einen Durchmesser von 25 cm (als Vgl. dazu ein
Basketball). Diese Bahn schwankte .Die Sonde sendete zwar "nur"
ein einfaches Radiosignal aus, aber die westliche und insbesondere
die US-amerikanische Öffentlichkeit waren geschockt. Einen
Monat später gelang es den Russen mit Sputnik-2 die Hündin Laika
das erste Lebewesen in den Weltraum zu befördern. Erst vier Jahre
später hatten die USA diesen sogenannten Sputnik-Schock verdaut.
Durch eine visionäre Rede des Präsidenten John F. Kennedy am 25.
Mai 1961 entstand eine nationale Aufbruchstimmung:
Hier gibt es einige Links
- zeitlich sortiert - zu NASA-Missionen aus der Vergangenheit,
der Gegenwart und der Zukunft unter Angabe des Missionsziels.