| Abgesehen vom Mond und einigen Kometen sind unsere nächsten (größeren) Nachbarn die inneren Planeten Merkur, Venus und Mars. Aufgrund ihrer Erdähnlichkeit werden sie häufig auch als die terrestrischen Planeten bezeichnet. Sie bestehen wie die Erde vorwiegend aus silikatischen Gesteinen und Metallen, während die äusseren Planeten überwiegend aus Gas bestehen. In den letzten Jahren nahm vor allem das Interesse der Wissenschaftler an unserem Nachbarn Mars wieder zu. |
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Für August 2009 plant die ESA eine Mission zu starten, die auch die Landung einer Kapsel vorsieht. Die ESA lässt sich die nach dem italienischen Wissenschaftler Giuseppe 'Bepi' Colombo (1920-1984) benannte Expedition etwas kosten. Mit einem Doppelstart von Baikonur in Kasachstan aus werden die Planetenbesucher des "Horizont 2000"-Programms der ESA in das Weltall gehievt. Die Kosten für Flug, Landung und Betreuung: 542 Mio. Euro. Zwei Sonden werden dann im Oktober 2012 den Merkur umkreisen, um die Oberfläche und die Magnetosphäre zu studieren. Unterdessen soll eine gemeinsam mit Japan entwickelte Landekapsel die Beschaffenheit des Merkur-Bodens begutachten.. Wie bei den inzwischen zahlreichen Mars-Programmen der Europäer und Amerikaner gilt der Wissensdurst auch beim Merkur vor allem der Frage, ob es auf dem Planeten Wasser gibt. Die Wissenschaftler wollen wissen, wie das vor einigen Jahren von Astronomen entdeckte Eis an den Polkappen des Merkur entstanden ist. |
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VenusNach Sonne und Mond ist Venus aufgrund seiner dichten Atmosphäre (über 95% CO2) der hellste Himmelskörper und ist ca. 4 Stunden vor Sonnenaufgang bzw. nach Sonnenuntergang in der Dämmerung zu sehen. Die Venus wird daher auch häufig als Morgen- oder Abendstern bezeichnet. Die ersten Bilder von der Oberfläche der Venus lieferte erst im Juni 1975 die russische Sonde Venera 9, da hohe Windgeschwindigkeiten (360 km/h), ein relativ hoher (Schwefel-)Säuregehalt und die dichte Atmosphäre eine Landung erschwerten. Auf der Oberfläche des Planeten herrscht ein Druck von ca. 90 bar bei Temperaturen um die 500°C (Tagseite) bzw. -173°C (Nachtseite). Diese Umweltbedingungen sind die Folge des Treibhauseffektes auf der Venus, verursacht durch die dichte Atmosphäre, die kaum Sonnenlicht auf die Oberfläche durchläßt bzw. keine Wärme rausläßt. Die letze Sonde Magellan führte im Mai 1989 eine 95%-tige Radarabtastung der Venusoberfläche durch. Ergebnis: Venus ist ein sehr aktiver Planet mit über 10.000 Vulkanen, besitzt zahlreiche Krater und bizzare Formationen. Die heutige Venusoberfläche scheint daher nicht älter als 0,5 Mrd. Jahre zu sein. |
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ErdeUnser Heimatplanet ist -soweit z.Zt. bekannt- der einzige Planet in unserem Sonnensystem der Leben hervorgebracht hat. Einige Wissenschaftler vermuten allerdings, dass auch auf dem Mars Leben existiert bzw. mal existiert haben könnte. Die Oberfläche der Erde ist zu 71,2% von Wasser bedeckt, das als die Quelle irdischen Lebens gesehen wird. , Die Erde ist zugleich der größte und schwerste Planet unter den inneren Sonnentrabanten, weswegen diese auch als terristische Planeten bezeichnet werden. |
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Informationen über ältere Marsmissionen finden Sie auf den Seiten von Bernd Leitenberger und bei Günthernet.. |
Mars
ObserverAm 25.September 1992 wurde die Sonde Mars Observer gestartet. Mit dieser Mission sollte u.a. die mineralogische Zusammensetzung der Oberfläche, die Schwerkraft, das Magnetfeld und die Atmosphäre des Planeten untersucht werden. Am 21.August 1993 - drei Tage bevor die Sonde in einen Orbit um Mars einschwenken sollte - verlor die Bodenkontrolle den Funkkontakt. Es ist unbekannt, ob der Mars Observer aufgrund seiner Programmierung dennoch eine Umlaufbahn um Mars eingenommen hat, oder in die Weiten des Weltraums hinausgeflogen ist. Die Mission war - abgesehen von einigen Daten, die vor Abbruch des Funkkontaktes gesammelt wurden - ein Fehlschlag, da keins der Missionsziele erreicht wurde. |
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Hauptziel der Mission ist es, Wasser zu finden - eine wichtige Voraussetzung für Leben. Desweiteren soll über ein Mikrofon das Heulen der Marswinde aufzeichnet werden. Die Landung den Sonde ist für den 3.Dezember ist am Rand des Mars-Südpols geplant. Das Gerät ist etwa einen Meter hoch und 3,60 Meter breit. Aber auch der "Polar Lander" meldete sich nach der Landung auf dem Mars bis heute nicht beim Kontrollzentrum der NASA. Das ist der zweite grosse Rückschlag für die NASA bei der Erforschung des Mars. |
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Weitere Informationen sind unter http://mars.jpl.nasa.gov/2001/index.html zu finden. |
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15-Jahresplan für Marserkundung Die NASA hat einen 15- Jahresplan für die Marserkundung vorgelegt, der eine zusätzliche Orbitermission im Jahr 2005 und eine verstärkte Zusammenarbeit mit Europa vorsieht. Der neue Erkundungssatellit mit einer hochauflösenden Kamera soll in der Lage sein, Objekte von der Größe eines Fußballs auf der Marsoberfläche zu erkennen, bislang können vom Orbiter aus Objekte von der Größe eines Kleinwagens identifiziert werden. Hauptziel bleibt die Suche nach Wasser und Spuren von Leben. Als Rahmen ist eine zweiphasige Erkundung geplant, in der sich Lande- und Orbitermissionen im Zweijahresrhythmus abwechseln:
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Eine bemannte Mission zum Mars kann frühestens im Jahr 2011 - dann wahrscheinlich von der Internationalen Raumstation ISS ausgehend - starten, so daß der erste Mensch frühestens im Jahr 2012 einen Fuß auf unseren Nachbarplaneten setzen wird. Aufgrund der hohen Kosten und noch nicht gelösten technischen Schwierigkeiten wird wohl ein Starttermin um das Jahr 2018 realistischer sein. Die NASA liebäugelt mit einer Landung auf dem roten Planeten am 20. Juli 2019 (dem 50. Jahrestag der ersten bemannten Mondlandung mit Apollo 11). Eine Linkliste zum Thema Astrobiologie finden Sie hier. |


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Surveyor 2001