Willkommen bei Giere.de
My english website   Raumfahrt: Die inneren Planeten unseres Planetensystem
Über meine Person Mein Studium der Wirtschaftsinformatik Wie sieht meine Freizeit aus ? Holdorf - Aktuelles aus meiner Heimatgemeinde Die Abiturientia 1995 Raumfahrt & Erkundung des Weltalls Die internationale Raumstation ISS Die Erkundung unseres Sonnensystems Kometen Auswahl einiger interessanter Missionen Star Trek - Die unendlichen Weiten... Mein Gästebuch
















Nulltarif.de - Alles zum Nulltarif!
Abgesehen vom Mond und einigen Kometen sind unsere nächsten (größeren) Nachbarn die inneren Planeten Merkur, Venus und Mars. Aufgrund ihrer Erdähnlichkeit werden sie häufig auch als die terrestrischen Planeten bezeichnet. Sie bestehen wie die Erde vorwiegend aus silikatischen Gesteinen und Metallen, während die äusseren Planeten überwiegend aus Gas bestehen. In den letzten Jahren nahm vor allem das Interesse der Wissenschaftler an unserem Nachbarn Mars wieder zu.

MerkurMerkur
Der innereste Planet unseres Sonnensystems ist von Einschlagkratern jeder Größe überzogen. Merkur ist im Schnitt "nur" 58 Mio. km von der Sonne entfernt und hat lediglich etwa 5,5% der Erdmasse, sein Durchmesser beträgt 4.880 km. Wegen der Sonnenanziehung beschreibt Merkurs Umlaufbahn eine lange ovale Schleife, für die er nur 88 Tage benötigt. Dafür hat ein Merkur-Tag die extreme Länge von 59 Erdtagen. Extrem sind auch die Temperaturen, die von minus 170°C bis mehr als plus 400°C reichen. Von der Erde ist der mondlose Merkur wegen seiner Nähe zur Sonne jeweils 2 Stunden vor Sonnenaufang bzw. nach Sonnenuntergang zu beobachten. Besonders gut war Merkur im November 1999 zu beobachten, als er von der Erde aus gesehen als schwarzer Fleck vor der Sonne entlang wanderte. Allerdings ist diese Beobachtung erst wieder in 217 Jahren möglich.
Besucht wurde der zweitkleinste Planet des Sonnensystems nach Pluto bislang nur von der Sonde Mariner 10 im Jahr 1974, die in 3 Vorbeiflügen mit über 10.000 Aufnahmen 57 % der Planetenoberfläche photographierte. Diese zeigten eine karstige Oberfläche wie beim Mond der Erde - mit Steilhängen, Tälern und Verwerfungen sowie Aufschlagkratern von Meteoriten.

Für August 2009 plant die ESA eine Mission zu starten, die auch die Landung einer Kapsel vorsieht. Die ESA lässt sich die nach dem italienischen Wissenschaftler Giuseppe 'Bepi' Colombo (1920-1984) benannte Expedition etwas kosten. Mit einem Doppelstart von Baikonur in Kasachstan aus werden die Planetenbesucher des "Horizont 2000"-Programms der ESA in das Weltall gehievt. Die Kosten für Flug, Landung und Betreuung: 542 Mio. Euro. Zwei Sonden werden dann im Oktober 2012 den Merkur umkreisen, um die Oberfläche und die Magnetosphäre zu studieren. Unterdessen soll eine gemeinsam mit Japan entwickelte Landekapsel die Beschaffenheit des Merkur-Bodens begutachten.. Wie bei den inzwischen zahlreichen Mars-Programmen der Europäer und Amerikaner gilt der Wissensdurst auch beim Merkur vor allem der Frage, ob es auf dem Planeten Wasser gibt. Die Wissenschaftler wollen wissen, wie das vor einigen Jahren von Astronomen entdeckte Eis an den Polkappen des Merkur entstanden ist.

Die VenusVenus
Nach Sonne und Mond ist Venus aufgrund seiner dichten Atmosphäre (über 95% CO2) der hellste Himmelskörper und ist ca. 4 Stunden vor Sonnenaufgang bzw. nach Sonnenuntergang in der Dämmerung zu sehen. Die Venus wird daher auch häufig als Morgen- oder Abendstern bezeichnet.
Die ersten Bilder von der Oberfläche der Venus lieferte erst im Juni 1975 die russische Sonde Venera 9, da hohe Windgeschwindigkeiten (360 km/h), ein relativ hoher (Schwefel-)Säuregehalt und die dichte Atmosphäre eine Landung erschwerten. Auf der Oberfläche des Planeten herrscht ein Druck von ca. 90 bar bei Temperaturen um die 500°C (Tagseite) bzw. -173°C (Nachtseite). Diese Umweltbedingungen sind die Folge des Treibhauseffektes auf der Venus, verursacht durch die dichte Atmosphäre, die kaum Sonnenlicht auf die Oberfläche durchläßt bzw. keine Wärme rausläßt.
Die letze Sonde Magellan führte im Mai 1989 eine 95%-tige Radarabtastung der Venusoberfläche durch. Ergebnis: Venus ist ein sehr aktiver Planet mit über 10.000 Vulkanen, besitzt zahlreiche Krater und bizzare Formationen. Die heutige Venusoberfläche scheint daher nicht älter als 0,5 Mrd. Jahre zu sein.
Die ErdeErde
Unser Heimatplanet ist -soweit z.Zt. bekannt- der einzige Planet in unserem Sonnensystem der Leben hervorgebracht hat. Einige Wissenschaftler vermuten allerdings, dass auch auf dem Mars Leben existiert bzw. mal existiert haben könnte. Die Oberfläche der Erde ist zu 71,2% von Wasser bedeckt, das als die Quelle irdischen Lebens gesehen wird. , Die Erde ist zugleich der größte und schwerste Planet unter den inneren Sonnentrabanten, weswegen diese auch als terristische Planeten bezeichnet werden.

Der MarsMars
Bei der Erforschung der inneren Planeten wurde vor allem in den letzten Jahren ein besonderes Augenmerk auf unseren roten Nachbarn, dem Mars, gelegt. Bezeichnet man die beiden russischen Phobos-Missionen im Jahr 1988 als Fehlschlag (jeweils Abbruch der Funkverbindung), fand die letzte erfolgreiche Mission (Viking 2) zum Mars 1975 statt.
Missionen der letzten Jahre:
Mars Observer
Pathfinder
Polar Lander
Mars Surveyor 2001
Menschen auf dem Mars ?

Informationen über ältere Marsmissionen finden Sie auf den Seiten von Bernd Leitenberger und bei Günthernet..

astro-observer.gif (13639 Byte)Mars Observer
Am 25.September 1992 wurde die Sonde Mars Observer gestartet. Mit dieser Mission sollte u.a. die mineralogische Zusammensetzung der Oberfläche, die Schwerkraft, das Magnetfeld und die Atmosphäre des Planeten untersucht werden.
Am 21.August 1993 - drei Tage bevor die Sonde in einen Orbit um Mars einschwenken sollte - verlor die Bodenkontrolle den Funkkontakt. Es ist unbekannt, ob der Mars Observer aufgrund seiner Programmierung dennoch eine Umlaufbahn um Mars eingenommen hat, oder in die Weiten des Weltraums hinausgeflogen ist.

Die Mission war - abgesehen von einigen Daten, die vor Abbruch des Funkkontaktes gesammelt wurden - ein Fehlschlag, da keins der Missionsziele erreicht wurde.

 

Der Polar LanderPolar Lander
Die unbemannte Sonde wurde am Sonntag, den 03.Januar 1999 von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus auf ihre elfmonatige Reise zum Mars gebracht. Dort soll der "Polar Lander" , der zwei Mini-Sonden mitführt, dann per Greifarm Mars-Proben einsammeln und in einem Mini-Labor analysieren.

Hauptziel der Mission ist es, Wasser zu finden - eine wichtige Voraussetzung für Leben. Desweiteren soll über ein Mikrofon das Heulen der Marswinde aufzeichnet werden. Die Landung den Sonde ist für den 3.Dezember ist am Rand des Mars-Südpols geplant. Das Gerät ist etwa einen Meter hoch und 3,60 Meter breit.

Aber auch der "Polar Lander" meldete sich nach der Landung auf dem Mars bis heute nicht beim Kontrollzentrum der NASA. Das ist der zweite grosse Rückschlag für die NASA bei der Erforschung des Mars.

 

Missions-Logo.gif (8269 Byte)Mars Surveyor 2001
Am 5. April 2001 öffnet sich für die Dauer von 20 Tagen das Startfenster für die Mission. Die ca. 330 kg schwere Sonde wird nach etwa neun Monaten Flugzeit Anfang 2002 ihr Ziel erreicht haben. Die Sonde besteht aus zwei getrennt gestarteten Missionen dem Surveyor 2001 Orbiter und dem Surveyor 2001 Lander. Der Orbiter wird 3 Jahre die Oberfläche scannen und als Datenverbindung zum Lander dienen, der während der Landung mit einer Spezialkamera auch Bilder von der Landestelle aus großer Höhe aufnehmen soll.
Als Energiequelle werden dem Lander Lithium-Ionen Batterien dienen. Sie sollen über 100 Tage lang ca. 25-30 Watt pro Marstag liefern.

Weitere Informationen sind unter http://mars.jpl.nasa.gov/2001/index.html zu finden.

 

15-Jahresplan für Marserkundung

Die NASA hat einen 15- Jahresplan für die Marserkundung vorgelegt, der eine zusätzliche Orbitermission im Jahr 2005 und eine verstärkte Zusammenarbeit mit Europa vorsieht. Der neue Erkundungssatellit mit einer hochauflösenden Kamera soll in der Lage sein, Objekte von der Größe eines Fußballs auf der Marsoberfläche zu erkennen, bislang können vom Orbiter aus Objekte von der Größe eines Kleinwagens identifiziert werden. Hauptziel bleibt die Suche nach Wasser und Spuren von Leben. Als Rahmen ist eine zweiphasige Erkundung geplant, in der sich Lande- und Orbitermissionen im Zweijahresrhythmus abwechseln:

  • 2001: Der Satellit "2001 Mars Odyssey" soll den Roten Planeten umkreisen.
  • 2003: Zwei Landeroboter
  • 2005: Der "Satellit Mars Reconnaisance Orbiter" mit seiner Superkamera.
  • 2007: Der "intelligente" Landeroboter Smart Lander soll mit Hilfe von Düsentriebwerken und hoch empfindlichen Sensoren in der Lage sein, selbst in der letzten Landephase noch Hindernissen wie großen Felsen auszuweichen.
  • nach 2010: Landeroboter sammeln erstmals Gesteinsproben und bringen diese mit einer Rakete zur Erde zurück. Die erste Mission ist für 2014 und die nächste für 2016.
 

Menschen auf dem Mars ?

Eine bemannte Mission zum Mars kann frühestens im Jahr 2011 - dann wahrscheinlich von der Internationalen Raumstation ISS ausgehend - starten, so daß der erste Mensch frühestens im Jahr 2012 einen Fuß auf unseren Nachbarplaneten setzen wird. Aufgrund der hohen Kosten und noch nicht gelösten technischen Schwierigkeiten wird wohl ein Starttermin um das Jahr 2018 realistischer sein. Die NASA liebäugelt mit einer Landung auf dem roten Planeten am 20. Juli 2019 (dem 50. Jahrestag der ersten bemannten Mondlandung mit Apollo 11). Eine Linkliste zum Thema Astrobiologie finden Sie hier.

Impressum
Giere © 2001

last update:
10.06.2001 18:15