- Sarja (russ. "Morgenröte")
Das Functional Cargo Block, der Grundstein
der Station, übernimmt in den ersten Monaten die Aufgaben
des Antriebs, der Steuerung, Energieversorgung und der Kommunikation,
während sie später an Bedeutung verliert und kaum mehr als
ein Durchgang mit Andockmöglichkeit zwischen den Modulen sein
wird. Das Modul wurde im Auftrag der NASA von den Russen gebaut.
- Unity (engl. "Einheit")
Das amerikanische Modul "Unity"
ist ein Vebindungsknoten, der den Anschluß von sechs Modulen
- also fünf weiteren - ermöglicht. An ihm werden in Zukunft
alle weiteren amerikanischen Module angedockt.
- Swedsa (russ. "Stern")
Das
Herzstück der Station ist das in Russland gebaute Wohn- und
Servicemodul "Swesda" - eine Weiterentwicklung der fast 15
Jahre alten Weltraumstation Mir. An Bord des 20 t schweren
Moduls ist auch der erste europäische Baustein der ISS, der
in Deutschland gebaute zentrale Bordcomputer.
- Destiny (engl. "Schicksal")
Das
amerikanische Wissenschaftslabor "Destiny" soll nach den Planungen
der NASA im Januar 2001 im Rahmen der Mission STS-102 zur
ISS gebracht werden. Neben den Forschungsmöglichkeiten bietet
das 1,4 Mrd. Dollar teure Modul der Crew der ISS auch einen
vierten Aufenthaltsraum. Außerdem erhält die NASA mit den
Rechnern mehr Kontrolle über die täglichen Operationen an
Bord.
- Leonardo
Der in Italien gebaute und 6,40 Meter lange
Umzugscontainer kann bis zu neun Tonnen wissenschaftliche
Geräte und Versorgungsgüter zur ISS transportieren. Das 150
Mio. Dollar teure Modul wird mit Hilfe des Shuttle-Roboterarms
an die Station angedockt und verfügt über eine eigene
Luftversorgung. Auf seinem Jungfernflug am 8.März 2001
brachte Leonardo u.a. eine medizinische Versuchsanordnung
zur Station, die zugleich als Mini-Krankenstation dient. Im
Gegensatz zu den Progress-Frachtern ist Leonardo wiederverwendbar
und wird für den Rückflug zur Erde via Space Shuttle
mit Müll von der ISS gefüllt. In der NASA-Fachsprache
wird er auch als Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) bezeichnet.
Neben Leonardo stehen in Zukunft noch zwei weitere neue Container
zur Verfügung: Donatello und Raffaello.
- Canadarm 2
Der 17,6 Meter lange und ca. 900 Mio. Dollar
teure Roboterarm ist Kanadas Hauptbeitrag zur ISS. Er soll
auf einer Art Schlitten an der Außenwand der Station entlanggleiten
und Arbeiten an jeder Stelle der ISS ausführen können. Bedient
wird der Arm, der mit mehreren Drucksensoren und Kameras ausgestattet
ist, von einem Astronauten in der Station oder ferngesteuert
mit Hilfe eines Computers. Insgesamt besitzt der Arm sieben
Gelenke und wiegt über 1,6 Tonnen.
- Columbus
Der Bau der Raumstation soll 2004 mit dem
Start des europäischen Forschungslabors Columbus abgeschlossen
werden. Im Auftrag der europäischen Weltraumorganisation ESA
(European Space Agency) entwickelt die Dasa Europas Beitrag
zur Internationalen Raumstation ISS, das Columbus-Labor
COF (Columbus Orbital Facility). Für den Betrieb des Moduls
ab 2004 wird ebenfalls ein eigenes Bodenunterstützungs- und
Wartungszentrum, Columbus Control Centre (Col-CC), in Oberpfaffenhofen
bei München eingerichtet. Das Col-CC ist Teil des Satellitenkontrollzentrums
German Space Operations
Center (GSOC) des DLR. Der Columbus Betrieb wird im Auftrag
der ESA in enger Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtindustrie
unter der Leitung der GSOC Betriebsmannschaft durchgeführt.