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07.April 2001 - Mars Odyssey 2001 erfolgreich gestartet

Ohne Probleme startete heute pünktlich eine Delta-2-Rakete mit der neuen 700 kg schweren Mars-Sonde an Bord ins All, die nach ca. 6 Monaten Flugzeit am 24.Oktober 2001 unseren roten Nachbarplaneten erreichen soll. Für die NASA ist diese Mission besonders wichtig, da die beiden letzten Marsmissionen "Climate Orbiter" und "Polar Lander" ein Mißerfolg waren. Bis Juli 2004 soll die Sonde nach Wasservorkommen und geeigneten Landeplätzen für zukünftige Missionen suchen. Sofern diese Mission gut verläuft ist für das Jahr 2003 der Start von zwei Landerobotern geplant, die ebenfalls nach Wasser und Spuren von Leben auf dem Mars suchen sollen. Für 2011 ist die Rückkehr mit Bodenproben zur Erde vorgesehen.

März 2001 - Wann überquert welcher Satellit den Himmel ?

Über 2500 Satelliten umkreisen täglich mit 27.000 km/h die Erde, d.h. sie umrunden die Erde ca. 16 mal am Tag. Seit kurzem hat die NASA eine Website eingerichetet, auf der man sich darüber informieren kann, wann welcher Satellit wo über das Firmament schwirrt. Sofern ein Java-fähiger Browser vorhanden ist, kann der eigene Wohnort eingegeben werden und man erhält die Zeiten, in denen ein bestimmter Satellit auf- und untergeht. Wer keinen Java-fähigen Webbrowser besitzt, kann sich auf eine E-Mail-Liste setzen lassen.

09.Januar 2001 - Mondfinsternis in Europa

Am 9.Januar 2001 wird es nach Information des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln zu einer totalen Mondfinsternis in Europa kommen. Nach Eintritt in den Kernschatten der Erde wird sich der Mond für 62 Minuten total verfinstern, wobei die beste Sichtbarkeit abends zwischen 20.50 Uhr und 21.52 Uhr ist. Bereits eine Stunde früher kann auf der Ostseite des Mondes das Eintauchen in den Kernschatten, die sogenannte partielle Phase, mitverfolgt werden. Während der Finsternis befindet sich der Mond im Sternbild Zwillinge, wo er sich in der Nachbarschaft von Jupiter, Saturn und Siebengestirn im sogenannten "Wintersechseck" zeigt. Die nächste totale Mondfinsternis wird in Mitteleuropa erst am 9. November 2003 zu sehen sein. Im Gegensatz zu einer totalen Sonnenfinsternis, die in einem nur etwa 50-100 Kilometer breiten und mehrere tausend Kilometer langen Streifen auf der Erdoberfläche zu beobachten ist, läßt sich die totale Mondfinsternis gewissermaßen an jedem Punkt der Erde, an dem der Mond zur Zeit der Finsternis über dem Horizont steht, beobachten.

15.November 2000 - Das Ende der MIR

Da Russland nicht genügend Geld hat, um gleichzeitig an der ISS mitzuarbeiten und das alternde Weltraumlabor Mir am Leben zu erhalten, wird die Mir im Februar 2001 zu ihrem 15. Geburtstag im Pazifik versenkt. Der Zustand der von Pannen geplagten Station ist nach russ. Angaben so schlecht, "dass jedes Bordsystem zu jeder Zeit versagen könnte". Ende Januar wird voraussichtlich zum letzten Mal ein Raumtransporter mit Treibstoff zur Mir fliegen, um den kontrollierten Absturz am 27. oder 28. Februar im Pazifik bei Australien einzuleiten.

02.November 2000 - Traumstart ins Weltall für erste ISS-Crew

Auf dem Weg zu den Sternen hat die Menschheit einen großen Schritt gemacht. Am Dienstagmorgen startete um 08.53 Uhr MEZ die Sojus-Kapsel TM-31 mit dem US-Astronauten William Shepherd (Missionsleiter) und seinen russischen Kollegen Sergej Krikaljow und Juri Gidsenko bei dichtem Nebel planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS. Damit haben die raumfahrenden Nationen nach jahrelangen Verzögerungen ein großes Ziel verwirklicht: Die ständige Präsenz von Menschen im All. Die erste Langzeitbesatzung der ISS soll für 117 Tage im All bleiben. In diesen knapp vier Monaten bekommt die Besatzung Besuch von einer US-Raumfähre und zwei russische Progress-Frachter mit zusätzlicher Ausrüstung. Wichtigste Aufgabe der Raumfahrer ist es, die Computer der drei ISS-Module miteinander zu verbinden und die Bordsysteme in Gang zu setzen. Die Station war bisher nur für kurze Wartungsstopps von Besatzungen der US-Raumfähren besucht worden.

29.September 2000 - Computersimulationen belegen: Der Mond ist ein Unfallprodukt

Der Mond ist offenbar ein Unfallprodukt. Nach neuen Forschungen entstand er aus einer Kollision der Erde mit einem riesigen Himmelskörper. Computersimulationen im US-Forschungslabor Los Alamos machten diese Theorie zunehmend wahrscheinlich, sagte der Physiker Willy Benz von der Universität Bern am Mittwoch in Heidelberg. Demnach war vor etwa 4,6 Milliarden Jahren ein Himmelskörper auf der Erde eingeschlagen. Die Trümmer wurden bis in die Erdumlaufbahn geschleudert, aus ihnen entstand dann innerhalb weniger Monate der Mond.
Die Theorie vom Mond als Unfallprodukt hatten Forscher bereits in den siebziger Jahren aufgestellt. Mit Hilfe des Computers in Los Alamos könne die Kollision nun aber von Anfang bis Ende simuliert werden, sagte Benz, der seit Mitte der achtziger Jahre an den Simulationen arbeitet. In Heidelberg nahm er an der Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft teil. Bis Freitag diskutieren dort 585 Experten neue Forschungsergebnisse.
Das «Projektil» sei vermutlich mit einer Geschwindigkeit von elf Kilometern pro Sekunde eingeschlagen, sagte Benz. «Offen ist die Frage, wo kam das Projektil her.» Kollisionen verschiedener Himmelskörper seien in der Anfangszeit des Sonnensystems nichts Ungewöhnliches gewesen. Auf eine Kollision deute auch die Tatsache, dass Teile des Erdinneren in ihrer chemischen Zusammensetzung dem Mond recht ähnlich seien. [Quelle: dpa und bdw]

14. August 2000 - Wettflug zum Mars

Noch nicht lange ist die Rakete im Himmel über Kasachstan verschwunden und der Applaus über den Bilderbuchstart in der Steppe verhallt, da kommt der Raumfahrt-Routinier schon wieder auf andere Gedanken. Der geglückte Start der Sonnen-Sonden Rumba und Tango von der Kosmodrom-Rampe 6 in Baikonur in der vergangenen Woche schiebt für Peter Wenzel von der ESA die erste europäische Landung auf dem Mars in den Vordergrund. "Die Vorbereitungen auf unseren europäischen 'Mars Express' laufen auf Hochtouren", erklärt Wenzel. Und der "Express" soll ebenfalls mit einer Sojus-Fregat-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur starten.
Dass die USA auch 2003 gleich zwei identische Lande-Roboter zum Mars senden, weitaus größer und mobiler als ihr Sojourner-Roboter der Pathfinder-Mission vor drei Jahren, ist kein Zufall. Planeten und Sonne stehen in dem Jahr günstig für Flüge zu dem Roten Planeten. Kein Zweifel, die ESA hat Baikonur als einen guten Platz für solche ehrgeizigen Missionen entdeckt. Die Sonnen-Sonden waren die ersten "Europäer", die von Kasachstan aus mit dem alten russischen "Arbeitspferd", der Sojus, ins All gehievt wurden. "Früher, zur Zeit der Sowjetunion, wäre das für uns politisch unkorrekt gewesen", hebt ESA-Wissenschaftsdirektor Roger Bonnet die enge Kooperation mit den Russen hervor. Der europäisch-russische Raketenbetreiber "Starsem" mache dieses möglich. Das wird dann auch beim "Mars Express" so sein. Die erstaunliche Erfolgsrate der Sojus-Raketen hat sich mit den Starts der Sonnen-Sonden nur noch erhöht. Und auch der Kostendruck, der auf der europäischen Raumfahrt liegt, spräche für eine blühende künftige Zusammenarbeit mitten in der Wüste. Die Sojus-Fregat-Rakete kann ihre nächste "europäische" Fracht weitaus günstiger als andere Betreiber von Trägerraketen auf den Weg zum Nachbarplaneten bringen. Und an diesen "Mars Express" denkt Wenzel bereits. Er leitet im ESA-Zentrum für Forschung und Technologie (ESTEC) im niederländischen Noordwijk die für unser Sonnensystem zuständige Abteilung. "Der Mars ist ein so interessanter Planet unserer Entwicklungsgeschichte, dass wir ihn besser verstehen müssen", sagt er über den geheimnisvollen Nachbarn der Erde. Die ganze Reihe von Missionen zum Mars in diesen Jahren spricht in seinen Augen nicht dagegen, dass auch Europa einen Orbiter mit einem Landegerät - den britischen "Beagle 2" - schickt. "Wer in Holland landet, der hat doch auch keine Ahnung, wie es in der Südsee aussieht." Auf dem Mars bleibt also noch viel zu erforschen. Europas neuer Raumfahrtkonzern Astrium ist Hauptauftragnehmer des "Mars Express", der auch als Relaisstation für Daten der US-Roboter dienen könnte. Mit an Bord soll eine hochauflösende deutsche Kamera sein. Ein solcher HRSC-Kameratyp ging 1996 durch das Scheitern einer russischen Mars-Mission verloren. Und der "Beagle 2" hat einen Mini- Bohrer dabei, um mögliche Spuren organischen Lebens im Boden vermelden zu können. Erstmals an Bord einer Mars-Sonde kommt außerdem ein Radar zum Einsatz, das Permafrost im Boden - also Wasser - ausmachen kann. Auf den Start in der Gluthitze Baikonurs folgt so im Dezember 2003 tiefschürfende Arbeit auf dem frostigen Nachbarn. Damit ist der "Mars Express" vor den US-Zwillingsrobotern am Ziel. [Quelle: Hanns-Jochen Kaffsack, dpa]

11. August 1999 - Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis (11.8.99)Heute war im Süden Deutschlands am Firmament das (für viele) einmalige Schauspiel einer Sonnenfinsternis zu beobachten. Nach fast 6 Stunden Autofahrt bzw. Stau waren wir zwar auch noch nicht an unserem Ziel, aber immerhin in Walldorf im Bereich der Kernschatten-Zone. Und siehe da, im Gegensatz zu vielen anderen Sonnenanbetern hatten wir sogar das Glück einer Lücke in der dichten Wolkendecke. Nebenstehend mein Beweisfoto.
Wer wetterbedingt nur ein trübes Trauerspiel zu sehen bekam sei auf die Mondfinsternis am 9.Januar 2001 verwiesen. Wem dennoch eine Mondfinsternis zu fad ist, wer sich lieber an einer totalen Sonnenfinsternis erfreuen will, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu "sehen" sein wird, sollte sich im Juni 2001 ins südliche Afrika begeben oder nach Madagaskar fliegen. Denn dort wird am 21. Juni 2001 die nächste große Sonnenfinsternis zu bewundern sein.

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10.06.2001 18:15